arberland-akademikertag3 210


Platzhalter 228x100

ARBERLAND REGio GmbH und heimische Betriebe stellen Berufschancen im Landkreis vor – Interessanter Nachmittag für die Zwieseler Gymnasiasten

„Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“ Diesen Spruch von Mark Twain gab Wirtschaftsförderer Markus König etwa 100 Elftklässlern am Zwieseler Gymnasium mit auf den Weg. Er machte klar, dass angehende Abiturienten und Studenten längst nicht nur in den Ballungsräumen, sondern auch daheim im Landkreis Regen interessante, gut bezahlte Arbeits- und Ausbildungsplätze kombiniert mit einer hohen Lebensqualität bekommen. Die ARBERLAND REGio GmbH organisierte den Akademikertag zusammen mit der Schule, Firmen aus dem Landkreis und der Technischen Hochschule Deggendorf, um jungen Leuten zu zeigen, dass es direkt vor der Haustür jede Menge Chancen gibt beruflich durchzustarten und Karriere zu machen.


„Wir wollen niemandem den Weg in die Großstadt verbauen, aber unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen Alternativen vorstellen und sie für eine Zukunft im eigenen Landkreis begeistern“, betonte Markus König. Auch daheim gebe es gute Perspektiven, Aufstiegsmöglichkeiten und spannende Arbeitsplätze,  gerade für Akademiker und hoch qualifizierte Fachkräfte. „Ihr sollt selbst wählen, wo Ihr hingeht. Uns ist es aber wichtig, Euch frühzeitig zu informieren und zu zeigen, dass auch unsere Region beruflich einiges zu bieten hat. Viele junge Leute wissen nicht, wie gut die Chancen bei uns stehen“, erklärte der Wirtschaftsförderer. Er verdeutlichte, dass etliche Firmen im Landkreis zu den Weltmarktführern zählen. Sehr interessiert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler auch, als Markus König ihnen Aktionen und Angebote der ARBERLAND REGio GmbH wie das Internetportal „Jobs Dahoam“, die Imagekampagne „I bleib do“ oder das Ausbildungsprojekt „Exzellent“ vorstellte.
Konrektor Christian Schadenfroh verdeutlichte, dass Heimatliebe und -nähe, höchste berufliche Qualifikation und Karriere kein Widerspruch sind. „Auch in der Region gibt es für junge Leute Arbeitsplätze auf höchstem Niveau“, sagte Christian Schadenfroh. Der Akademikertag sei nicht die alleinige Lösung für Herausforderungen wie den demographischen Wandel, aber ein „guter Ansatz, um jungen Menschen die Möglichkeiten bei den heimischen Unternehmen aufzuzeigen“. Christian Schadenfroh dankte Markus König und Marlene Kandler von der ARBERLAND REGio GmbH sowie den Lehrern
Christian Wenig und Reinhard Neubert für die Organisation und den Vertretern der Firmen für die Bereitschaft, die Unternehmen vorzustellen.
Claudia Probst von der Technischen Hochschule Deggendorf gab den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in Deggendorf. Als denkbare und immer beliebtere Alternative zum „normalen“ Studium stellte sie das duale Studium vor, bei dem das Studium an der Uni oder Hochschule gleich mit einer kompletten Ausbildung in einem Betrieb gekoppelt oder durch Praxisphasen in einem Unternehmen ergänzt wird. „Hier sammelt Ihr schon während des Studiums viel praktische Erfahrung im Beruf. Ihr seid in den Betrieb eingebunden, spart Zeit, verdient Geld und habt eine fast hundertprozentige Chance, nach dem Abschluss im Unternehmen übernommen zu werden“, erklärte Claudia Probst.
Heuer gab es beim Akademikertag einige Neuerungen – und die kamen bei den Schülerinnen und Schülern gut an. Die Vertreter der Firmen sprachen nicht vor allen Schülern, sondern zeitgleich vor Gruppen in mehreren Klassenzimmern und Fachräumen. Die Jugendlichen konnten sich so gezielt Themen, Branchen und Berufsbilder aussuchen, die sie interessierten. Während sich die einen über das Medizinstudium und die Arbeit als Arzt informierten, lernten die Klassenkameraden beispielsweise eher technische Berufe und Studiengänge wie Ingenieur, Chemiker oder Maschinenbauer kennen oder erfuhren Wissenswertes über die Ausbildung zum Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Interessante Infos über die Anforderungen und Ausbildungsmöglichkeiten bei weltweit tätigen Konzernen bekamen die Elftklässler beim Akademikertag ebenso wie Tipps aus der Praxis in kleineren Betrieben oder Einblicke in die Arbeit innovativer Entwickler.
Florian Kopp von der DMW Maschinen- und Werkzeugbau GmbH aus Geiersthal erklärte den Elftklässlern beispielsweise, dass es trotz modernster Maschinen auch heute immer noch auf das technische Knowhow der Mitarbeiter ankomme. „Nur so kann eine Firma die schnellen, flexiblen Lösungen anbieten, die der Kunde braucht“, meinte Florian Kopp. Stefan Berthauer und Bernd Hofmeister von der Teisnacher Rohde & Schwarz GmbH & Co.KG, die zu den größten Arbeitgebern im Landkreis zählt, verdeutlichten, dass sich Azubis oder Fachkräfte mit ihren Aufgaben identifizieren, sich auch in komplexere Sachverhalte hineindenken müssten. „Die Ladesäule für ein Elektroauto ist beispielsweise High-Tech pur. Sie ist keinesfalls nur eine große Steckdose, die im freien Raum steht.“  Klaus Hock von der S und K Hock GmbH in Regen riet den Schülern, bei der Berufswahl nicht nur auf den Notendurchschnitt zu schauen, sondern auch auf ihr Herz zu hören. „Man ist viel kreativer und letztlich erfolgreicher im Berufsleben, wenn man Aufgaben übernimmt, bei denen man mit dem Herzen dabei ist.“ Florian Höllein stellte die Kreiskrankenhäuser Zwiesel-Viechtach und die Anforderungen an Mediziner vor. „Arzt ist ein Beruf, der Spaß macht, aber auch fordert“, betonte Florian Höllein. Besonders schön sei die Nähe zu den Patienten. Auch mit dem Thema Tod müsse man als Medizinstudent aber umgehen können. Viele hilfreiche Tipps zum Studium und zur Berufswahl gab auch Rudolf Stettmer von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Leidel & Partner in Regen den angehenden Abiturienten mit auf den Weg: „Lasst Euch von niemandem in einen Beruf drängen, macht lieber eines Eurer Hobbys zum Beruf“, riet Stettmer den Jugendlichen. „Wer Spaß bei der Arbeit hat, wird auch erfolgreich sein“, betonte er.