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16.10.2015


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Schüler entspannen in Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Alljährlich ruft das Kultusministerium die bayerischen Schulen auf, eine Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit durchzuführen, um durch projektorientiertes  Arbeiten, auch unter Einbeziehung außerschulischer Experten, einen Schritt hin zu einer gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Lebensweise zu gehen.

Schwerpunktthema in diesem Schuljahr ist die „Schule des Wohlbefindens“, die alles daran setzt, dass gesunde Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte gerne zur Schule gehen und sich dort wohlfühlen. Da hierbei die Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit wie auch einer guten sozialen Einbindung eine zentrale Rolle spielt, übten sich die Zehntklässler der Schule, die an einer wichtigen Gelenkstelle vor dem Eintritt in eine sie fordernde Oberstufe stehen, in der Form des Autogenen Trainings.

Dazu absolvierten die Klassen Doppelstunden bei der Expertin für Entspannungstechniken und Autogenes Training, Frau Andrea Burghart, die zunächst in einem Theorieteil über den Umgang mit und die Bewältigung von Stress referierte. An konkreten Beispielen zeigte sie auf, wie sehr der Umgang mit Mitschülern, aber auch die Bewältigung eigener Schulprobleme erleichtert werden können durch das Wissen um Stressfaktoren und deren Auswirkungen: So können innere Unruhe, Aggressivität, persönliche Verletztheiten, Zorn oder Weinerlichkeit von Mitschülern ihre Ursache haben im Grundgefühl des Zorns oder des Gefühls des Zu-kurz-gekommen-Seins. Diese Gefühle sind individuell und nicht vermeidbar, jedoch zähmbar! Und hier vermittelte Frau Burghart erste Tipps zu einer Bewältigung derartiger Situationen, um ein Implodieren oder Explodieren im Schulalltag zu vermeiden: Die Sendung von Ich-Botschaften zur Formulierung eigener Verletztheiten, Bewegungsübungen wie Abschütteln, Wegatmen des Zorns oder den Einsatz einer Prise Humor und Selbstironie.

Im zweiten Teil der Doppelstunden folgten schließlich konkrete Übungen zur Entspannung, ein erstes Hineinschnuppern in das Autogene Training: Selbstbestimmt-Sein in Gefühlen und Regeneration können durch effektive Methoden und strukturiertes Vorgehen, das eingeübt werden kann, erreicht werden. Eine Art vegetative Umschaltung in den Ruhemodus, ein Ausblenden von Nebensächlichem hin zu einer Fokussierung auf das Wesentliche nutzen nicht nur Spitzensportler wie Biatlethen oder Skirennläufer, sondern jeder von uns hat die Möglichkeit, auch im Alltag oder bei schulischen bzw. beruflichen Herausforderungen diese Methoden anzuwenden. So ist es möglich, durch ein Umlenken des Gedankenstroms durch Wach- und Konzentrationsformeln, Ruheimpulse sowie eine geübte Bauchatmung Probleme bei Prüfungen, Referaten oder Präsentationen zu umgehen und den berühmten Blackout zu vermeiden! Effektivität und Selbstbewusstsein sind die Folge: Wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Zukunft in Schule und Beruf!

Anhand einer praktischen Einheit mit Autogenem Training, Phantasiereise und Entspannungsteil konnten die Schüler dies am „eigenen Leib“ austesten und somit entspannt den weiteren Unterricht des Tages genießen!

Ein herzlicher Dank geht dabei an den Verein der „Freunde des Gymnasiums Zwiesel“, die diese Kurse großzügig finanziell unterstützt haben.

Martina Kuchler