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23.10.2016


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Elternbeirat als wichtiges Gremium der Erziehungspartnerschaft

Alle Eltern der 6. bis 10. Klassen des Gymnasiums Zwiesel waren Ende Oktober  herzlich eingeladen zu einem informativen Elternabend mit Elternbeiratswahlen. Bei der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Christian Schadenfroh wurde deutlich, welch bedeutsame Rolle die Elternvertretung an der Schule innehat: Ist der Beirat doch eine wichtige Anlaufstelle für alle Eltern bei Wünschen, Sorgen oder Problemen, ein zentrales und unverzichtbares Vermittlungsorgan zwischen Lehrern, Eltern und Schulleitung und trägt eine verantwortungsvolle Aufgabe bei der Schulentwicklung im Sinne einer fruchtbaren Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus.
Als sehr positive Rückmeldung an die Schule bezüglich der bisherigen Zusammenarbeit wertete Christian Schadenfroh die große Zahl der zur Kandidatur bereiten Eltern und dankte herzlich für die geleistete Arbeit des bisherigen Gremiums. Eine besondere Würdigung erhielt dabei auch die scheidende Elternbeirätin Gerti Gehr.
Aus 15 Bewerbern wurden schließlich 12 Vertreter gewählt: Bastl Petra, Biebl-Steenbock Kerstin, Ebner Xaver, Eichinger Silke, Hellberg Tobias, Karl Michael, Pfeffer Josef, Pfohl Susanne, Pöhn Anja, Steyer Madeleine, Weinberger Günther und Dr. Zettner Elisabeth.


Lernstrategien als zentraler Erfolgsfaktor
Ein äußerst interessanter und lohnender Bestandteil des Elternabends bestand in dem Angebot zentraler Informationen zu Lernstrategien, die in informativer und unterhaltsamer Form von der staatlichen Schulpsychologin Sonja Schmitt dargeboten wurden.
In ihrem Vortrag erläuterte StRin Schmitt, wie man den häufigsten und gängigsten Problematiken beim schulischen Lernen begegnen und seinem Kind helfen kann, Blockaden und Schwierigkeiten zu überwinden. Dabei erklärte die Psychologin, dass neben den Einflussfaktoren Intelligenz, Motivation und Umweltfaktoren gerade das Wissen um Lernstrategien und Arbeitstechniken von entscheidender Bedeutung für den schulischen Erfolg sein kann.


Oberflächlich lernen oder Tiefenstrategien beherrschen
In anschaulicher und interaktiver Form, die auch die Zuhörerschaft in kleine Lernaufgaben einbezog, verdeutlichte Frau Schmitt den Unterschied zwischen Oberflächenstrategien, die sich vor allem auf das Auswendiglernen und Behalten bestimmter Inhalte wie etwa Vokabeln beziehen, und den sogenannten Tiefenstrategien, die ein langfristiges Behalten, Verstehen und Durchdringen des Stoffes gewährleisten.
Leicht umsetzbare Tricks zu den Oberflächenstrategien wie die Loci-Methode, bei der man Zettel mit wesentlichen Begriffen im Raum verteilt und abschreitet, oder die Körperliste, bei der man zu Merkendes mit verschiedenen Regionen des Körpers verbindet und so wieder „abgreifen“ kann, fanden reges Interesse bei den Zuhörern.
Gut nachvollziehbar und sehr effektiv erschienen auch die Tipps zu Tiefenstrategien, die es ermöglichen, Wissen auf den Alltag zu beziehen, Vergleiche zu erstellen, die wichtigen Techniken des Exzerpierens oder Erstellens von Schaubildern oder Lernplakaten zu beherrschen oder Aussagen kritisch zu hinterfragen.
Insgesamt verhalf der Vortrag zu Erkenntnissen über verschiedenste Möglichkeiten der Lernprozess-Optimierung und der Bestärkung der Schüler im selbstregulierten Lernen, ganz gemäß dem treffenden Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, mit dem der Vortrag endete:
„ Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“.


Klassenelternabend als Vertrauensinstrument
Im letzten Programmpunkt des Abends konnten sich die Eltern bei den jeweiligen Klassleitern ihrer Kinder über spezifische Aspekte der jeweiligen Jahrgangsstufen informieren, im kleinen Kreis erziehungs- und lerntechnische Fragen klären und so eine entspannten Partnerschaft der Schulfamilie als Basis für erfolgreiches Lernen erfahren.


Martina Kuchler