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07.01.2019


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Projektmanagement in der freien Wirtschaft

Nach erfolgreichem Abschluss ihres gemeinsamen Projekts „Digitales Kinderbuch“ erhielt das P-Seminar Englisch unserer Schule unter der Leitung von Max Sedlmair als Lohn für seine Mühen die besondere Gelegenheit zu erleben, wie Projektmanagement außerhalb der Schule funktioniert.
Im Stammsitz des Unternehmens
Dank eines sehr großzügigen Zuschusses des Fördervereins „Freunde des Gymnasiums Zwiesel“ ging es für das gesamte Seminar per Reisebus zur Computec Media Group nach Fürth. Das Unternehmen wurde vor gut 30 Jahren von Hans Ippisch, einem ehemaligen Absolventen des Gymnasiums, gegründet und ist seit einiger Zeit externer Partner der Schule. Mit seinen Publikationen erreicht es jeden Monat ein Millionenpublikum.

Im Stammsitz der Firma angekommen wurden die Schüler von Wolfgang Fischer, dem ehemaligen Chefredakteur der wohl bekanntesten Spielezeitschrift Deutschlands, der „PC Games“ in Empfang genommen. Nach einer kurzen Stärkung führte Wolfgang Fischer die Schülerinnen und Schüler auf unterhaltsame Art und Weise quer durch das ganze Unternehmen, vorbei an überlebensgroßen Figuren aus bekannten Computerspielen hin zu den verschiedensten Arbeitsgruppen.

Im Reich der virtuellen Welten
Vom Online-Redakteur zum Layouter bis hin zum Webmaster – alle arbeiteten unter Hochdruck an der Fertigstellung der neuesten Ausgabe.
Einen besonderen Eindruck hinterließ dabei ein Grafikdesigner, der vor den staunenden Augen der Schüler sein geballtes Können demonstrierte: Im Handumdrehen erstellte er eine fiktive Seite des Spielemagazins komplett mit passenden Bilder, Hintergrund und Farbschattierungen mittels der Programme Adobe Photoshop und InDesign.
Im Anschluss daran erklärte Wolfang Fischer der Gruppe, wie im Betrieb die einzelnen Arbeitsprozesse und Aufgabenpakete mit Hilfe eines elektronischen Programms koordiniert werden. Jeder Arbeitsschritt wird automatisch dokumentiert und an die entsprechenden Mitarbeiter zur richtigen Zeit weitergeleitet. Mehr noch: Die gesamte betriebsinterne Kommunikation wird über dieses Programm abgewickelt. Sollte ein Mitarbeiter plötzlich krank werden, kann immer noch problemlos weitergearbeitet werden. Zettel oder E-Mails sind Schnee von gestern. Tatsächlich musste noch keine einzige Ausgabe jemals auch nur einen Tag später als geplant erscheinen.

Im Bann der Zukunft
Was die Zukunft der Zeitschrift betrifft, wollte sich Wolfgang Fischer aber nicht festlegen, schließlich kaufen die Leute immer weniger klassische Printmedien. „Wer die Zeichen der Zeit übersieht, wird in der schnelllebigen Medien- und Unterhaltungsbranche gnadenlos abgehängt“, so der Experte. Einige Male schon musste sich die Firma Neues einfallen lassen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Aktuell erscheinen bis zu sechs verschiedene Ausgaben der „PC Games“ im Handel. Gleichzeitig landen die meisten Artikel auf dem gleichnamigen Webportal und zwar gratis. Einnahmen werden hier ausschließlich über Werbung generiert.
Zum Abschluss dieser außergewöhnlichen und sehr erkenntnisreichen Betriebserkundung erhielt jeder einzelne Schüler eine ganze Tasche voll mit verschiedenen Magazinen aus dem Hause Computec Media – vielleicht eine Anregung für weitere eigene kreative Projekte der angehenden Abiturienten.
Max Sedlmair