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21.12.2018


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Weihnachten bringt Licht in die Dunkelheit

„White is in the Winter Night“ – mit diesem Lied des großen Chores unter der Leitung von Stefan Urlbauer im Weihnachtsgottesdienst kann man die Stimmung des letzten Schultages vor den Weihnachtsferien am Gymnasium Zwiesel umschreiben: Helligkeit, Licht, Menschlichkeit sollten spürbar werden in einer meditativen gemeinsamen Feier in der Stadtpfarrkirche, gestaltet von OStRin Eva Bauer und dem Seminar „Inklusion“ der 12. Jahrgangsstufe und geleitet von Pfarrer Heiko Hermann.
Helles Kerzenlicht begleitete die Fürbitten, das gemeinsam gesungene Vaterunser wurde untermalt von Gesten der Gebärdensprache – ein Symbol für die Integration und Inklusion junger Menschen mit Handicap in die Gemeinschaft.

Ein Gruß nach Afrika
Und diese Empathie und Verantwortung für Menschen, die nicht auf der Lichtseite des Lebens geboren sind, zeigte sich auch im zweiten Teil des gemeinsamen letzten Schultages der Gymnasiasten: beim schon traditionell gewordenen Weihnachtsbasar in der Turnhalle.
Bereits zum dritten Mal sollten die Einnahmen aus dieser fröhlichen Abschlussveranstaltung des Kalenderjahres an das Schul-Hilfsprojekt nach Südafrika gehen, zum Projekt „Dumelang“. „Sei gegrüßt!“, so lautet die Übersetzung des Namens des Hilfsprojektes in Südafrika, das Pfarrer Ganserer aus Lindberg gegründet und großartig entwickelt hat. Eine Schule, ein Kindergarten, Betreuungseinrichtungen für junge Menschen helfen benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Afrika, viele von ihnen Aidswaisen, eine Chance im Leben zu erhalten. Eine Chance auf ein Zuhause, auf Lernen, Bildung, einen Beruf, ein menschenwürdiges Leben!
Viele Jugendliche verbringen im „Dumelang“-Hilfsprojekt auch ein soziales Jahr nach dem Abitur und machen dort Erfahrungen, die ihr Leben prägen!

Ein Fest in Gemeinschaft
Auch dieses Weihnachten sollen die Einnahmen aus dem Schulbasar Alois Ganserers Organisation gespendet werden, um eine längerfristige Partnerschaft zu dem Projekt aufzubauen:
Sonst von Sportlern belegt, verwandelte sich die Einzelturnhalle der Schule dank der Organisation durch die SMV in eine bunte Weihnachtswelt, erfüllt von einer Mischung aus Waffelgeruch, Würstelduft und Musikklängen. Jede Klasse ließ sich dazu etwas Besonderes und Kreatives einfallen, so dass viele Stände der Halle eine leuchtende und helle Atmosphäre verliehen, die ein wenig Festglanz vorwegnahm. Dabei konnten Angebot und Auswahl für die Besucher nicht vielfältiger sein: Von individuell gestalteten Weihnachtsplätzchen mit Namenszug oder Wunschaufschrift, bis hin zu köstlichen tschechischen Lebkuchen der Schüler aus dem Nachbarland, frisch gebrannten Mandeln, selbst gebastelten Dekoobjekten,
Glücksradspiel und sogar einer Christbaumversteigerung was alles vertreten. Die ganz Geschickten stellten sich dem Spiel „Knack die Nuss“, was eine echte Herausforderung an die adventsgeschädigte Koordinationsfähigkeit darstellte, die eher meditativ Gesinnten konnten eine staade Zeit bei Geschichten und Liedern in der Bibliothek verbringen.

Ein gemeinsames Ziel
Nach dem Schulstress vor Weihnachten war dieser Tag eine gelungene Einstimmung für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Besucher auf ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest.

Und so konnte schließlich nach all den gemeinschaftlichen Bemühungen am Ende dieses Tages die beeindruckende Summe von 3515,29 Euro an „Father Alois“ nach Südafrika gesandt werden. Wie auch die letzten Jahre mit einem erneuten herzlichen „Dumelang“ – „Sei gegrüßt!!!

Martina Kuchler