LOGO RfM 210px

16.10.2016


Platzhalter 228x100

Medien beeinflussen alle unsere Lebensbereiche in einem zunehmenden Maß, sei es durch Fernseher, das Internet, den PC, das Smartphone oder durch Spielkonsolen. Insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen nehmen sie auf die Art der Kommunikation, die Informationsgewinnung, die Weltsicht und nicht zuletzt auf die Identitätsbildung erheblichen Einfluss. Durch den ständigen Zugriff auf Medien eröffnen sich Chancen, aber auch Risiken. Das Gymnasium Zwiesel hat es sich daher als Referenzschule für Medienbildung zur Aufgabe gemacht, diesen Erziehungs- und Bildungsprozesse zu begleiten, damit sich unsere Schüler verantwortungsvoll in einer zunehmend medial vermittelten Welt bewegen können.

Unser aktueller Medienentwicklungsplan kann hier eingesehen werden:
> Link

Das  Medienkonzept der Schule basiert auf vier Säulen:

1. Medien kritisch und differenziert betrachten

Kinder und Jugendliche sollen in der Lage sein sich mit Medienangeboten kritisch auseinanderzusetzen. Erst dann können sie sich der Bedeutung und der Wirkung von Medien bewusst werden und lernen, kompetent mit ihnen umzugehen.  Aufgabe von Schule und Elternhaus ist es, einen hohen Aufklärungsbeitrag zu leisten und die Heranwachsenden somit vor nicht altersgemäßen Inhalten zu schützen. Besonders ist zu vermitteln, dass bestimmte Werte stets gelten und die medialen Inhalte nicht immer der Realität entsprechen. Die Medienerziehung an unserer Schule erfolgt in erster Linie begleitend im Fachunterricht (siehe Medien- und Methodencurriculum) sowie an den Projekttagen für die 6. Jahrgangsstufe.  


2. Digitale Medien erfolgreich einsetzen – drei Beispiele aus dem Schulalltag

Erstens: Recherchieren heißt nicht einfach nur „googlen“. Hinter einer gekonnten Recherche steckt Know-how. Egal, ob dies mit analogen (Fachzeitschriften, Fachbüchern, ...) oder mit digitalen Medien geschieht. Neben einer professionellen Anleitung, wie Informationsrecherche mittels digitaler Medien am besten funktioniert, erhalten die zukünftigen P-Seminaristen (ab dem Schuljahr 2016/2017) auch eine professionelle Einführung, wie eine Seminararbeit gekonnt formatiert wird. Zweitens: Die meisten PowerPoint-Präsentationen sind nichts anderes als „betreutes Lesen“. Wir bringen den Schülern bei, wie sie mit einfachen Mitteln analoge und digitale Medien so einsetzen, dass diese einen echten Mehrwert erzeugen und nicht in technikverliebter Spielerei enden. Durch unser Medien- und Methodencurriculum bauen wir diese Kompetenz von der 6. Jahrgangsstufe bis zur Abschlusspräsentation im W-Seminar Schritt für Schritt aus. Drittens: Da vertiefte praktische Fertigkeiten im Zusammenhang mit Medien im Unterricht nur schwer zu vermitteln sind, bietet das Gymnasium Zwiesel den Schülern traditionell ein breites Spektrum von Wahlfächern mit Medienbezug an. So gibt es schon seit 2010 die Internet AG, die sich mit aktuellen Themen, Tools und Apps aus dem Web sowie der Betreuung der Homepage beschäftigt. Hinzu kommen das Wahlfach „Robotik“ (→ Lego Mindstorms), die Schülerzeitung (→ Adobe InDesign), Digitale Fotografie (→ Adobe Photoshop), Filmproduktion (→ iPads) sowie unsere „Schriftstellerwerkstatt“. Als Referenzschule für Medienbildung ist es uns ein großes Anliegen, dieses breit gestreute Wahlfachangebot zu erhalten.   


3. Qualifikation der Lehrkräfte durch ein Fortbildungskonzept

Die kontinuierliche und systematische Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen bleibt ein wesentliches und dauerhaftes Ziel der zukünftigen Schulentwicklung am Gymnasium Zwiesel.
Am Gymnasium Zwiesel arbeiten derzeit zwei Medienpädagogen, zwei Fachkräfte für Digitalfotografie sowie eine Expertin für Filmproduktion.  


4.  Das technische Konzept am Gymnasium Zwiesel

Als Referenzschule für Medienbildung hat das Gymnasium Zwiesel ein methodisch durchdachtes, technisches Konzept umgesetzt:

•    Flächendeckende Ausstattung der Klassenzimmer mit Laptop, Beamer, Audioeinheit und Dokumentenkamera
•    Ein halber Klassensatz iPads
•    Drei buchbare Laptopwägen, davon einer speziell für CAS im Mathematikunterricht
•    Ein Satz professioneller digitale Aufnahmegeräte, speziell für den Fremdsprachenunterricht
•    Eine High-Tech Digitalkamera für das Wahlfach „Digitale Fotografie“
•    Zwei Computerräume mit jeweils 30 Einzelarbeitsplätzen
•    Zwei interaktive Whiteboards
•    Unterstützung des Unterrichts durch eine Vielzahl von Spezialprogrammen und durch die internetbasierte Plattform Mebis
•    Eine Moderne Lesebibliothek zum Lesen, Recherchieren und Wohlfühlen
•    Lern- und Übungsplattformen für das Fach Englisch (nach Abschluss der beiden P-Seminare im Schuljahr 2017)

All diese Anstrengungen sind nötig, damit sich Schule den Herausforderungen einer modernen und von Medien geprägten Welt stellen kann.