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11.12.2019


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Nachhaltiger Advent am Gymnasiuma

Groß war die Spannung am Gymnasium Zwiesel am Donnerstag früh unter den Schülern (und auch Lehrern?) : Der Heilige Nikolaus war mit seinem Gefolge im Haus unterwegs, um den Kleinen und Großen ein wenig die Leviten zu lesen, aber auch zu loben. Je nachdem kamen dann entweder die drei begleitenden Krampusse oder der Engel zum Einsatz.
Die Schülermitverwaltung (SMV) machte sich dabei mit einer großen Gruppe von Helfern um die Organisation und das Verteilen der Geschenke verdient.

Heilige sind echt „fair“
Dabei wollte man in diesem Jahr einen besonderen Beitrag für die Menschen in den Entwicklungsländern leisten! Man nahm nicht nur Abstand von dem „Ho-ho-ho-Weihnachtsmann“, sondern besorgte den „Echten Nikolaus“, zudem im FaireWeltLaden in Zwiesel. Bei diesem Nikolaus sind alle Zutaten, also zum Beispiel nicht nur der Kakao, fair gehandelt! Durch die faire Bezahlung der z.B. Kakao anbauenden Kleinbauern, die sich häufig zu Kooperativen zusammenschließen, kann eine bessere Organisation der Arbeit und Arbeitskräfte erreicht werden. Das Wichtigste dabei ist, dass damit Kinderarbeit verhindert werden kann und es den Kindern ermöglicht wird, statt beim Trocknen der Kakaobohnen zu helfen, in die Schule zu gehen und Aus- und Weiterbildung zu genießen.
Aktionen wirken nur gemeinsam
Der Aktion der FairTrade-Schule Gymnasium Zwiesel, nur fair gehandelte Nikoläuse zu verteilen, die auf Initiative der ehemaligen Gymnasiallehrerin und jetzigen Mitarbeiterin im FaireWeltLaden Zwiesel, Ingeborg Schmidt, zustande kam, schlossen sich in diesem Jahr auch die Realschule, die Kindergärten AWO, am Kirchplatz und der Waldkindergarten Frauenau an.
Damit kann erreicht werden, dass man auch bei anderen Produkten vermehrt auf den fairen Handel achtet. Es gibt Firmen, die nur fair gehandelte Produkte vertreiben – sie werden auch als 100% Fair-Händler bezeichnet. Das sind Importfirmen wie GEPA, EL PUENTE, dwp oder Bana Fair.
Fairness macht Schule
Und hier setzte auch zwei Wochen zuvor die P-Seminar-Gruppe „Fairtrade-School“ der Oberstufe an, die die deutschlandweite Faire Woche 2019 zum Anlass nahm, um sich am Banana-Fairday zu beteiligen.
Die 13 Schülerinnen und Schüler des Seminars machten bei dieser Aktion deutlich, dass in Deutschland nur jede zehnte Banane fair gehandelt wird. Die billigen Produkte locken eben mehr Käufer an. Unter dem weltweiten und ungerechten Preisdruck leiden besonders die Produzentenfamilien in den Herkunftsländern der Früchte. Und hier wollen die Schüler verantwortlich ansetzen:  „ Wir wollen den fairen Handel unterstützen und damit bessere Arbeitsbedingungen im Anbau fördern. Ebenso soll den Kindern der Plantagenarbeiter eine Chance auf Bildung gegeben werden, die Möglichkeit, eine Schule besuchen zu können.“
 
Solidarität ist mehr
Zunächst wurden für die Aktion des „Banana-Fairday“ Plakate angefertigt und im Schulhaus aufgehängt, um auf das Event aufmerksam zu machen. Ebenso wurden die Schüler des Gymnasiums Zwiesel über die Problematik „Fairer Bananenanbau“ aufgeklärt und gefragt, wer Interesse an fair gehandelten Bananen habe.
Am Aktionstag konnten schließlich in der Pause 330 Stück der leckeren gelben Früchte  in der Aula an Schüler und Lehrer verkauft werden. Auch die Schulleitung war von diesem solidarischen Projekt begeistert und unterstütze das Anliegen der Projektgruppe tatkräftig.
Das P-Seminar und auch die SMV erhoffen sich, dass sie durch diese Aktionen in der Adventszeit einige Aufmerksamkeit auf das Thema Fairtrade lenken konnte und sich viele Schülerinnen und Schüler auch beim nächsten Bananen- oder auch Schokolade-, Kaffee- oder anderem Einkauf im Supermarkt für Fairtrade-Produkte entscheiden. Schließlich tragen wir alle ein kleines Stück Verantwortung für eine faire Welt!
Inge Schmidt (ehem. StDin) und P-Seminar „Fairtrade-School“